Erinnerungssteine

Die bruchraue Kante der Marmorplatte glitzert wie Schnee in der Morgensonne und die ersten Umrisse sind in den Marmor gebeizt.

Dieses Marmorrelief stellt den im All schwebenden Engel dar, der auch Teil der Visitenkarte meiner Schwester war.


Nicht nur Friedhöfe können Orte der Trauer sein. Neuerdings werden auch Gärten von den Angehörigen immer öfter für Erinnerungssteine gewählt, weil hier alles ganz frei und individuell gestaltet werden darf. Sowohl abstrakte Formen wie Kugeln als auch Figürliches, wie ein durch das Weltall schwebender Engel, eine besondere Pflanze oder Tiere haben oft eine symbolische Bedeutung für die Familie und die geliebten Angehörigen. Oder sie stehen für ein besonderes Engagement, wie das folgende Beispiel zeigt:

Die weiße Zierkirsche Prunus serrulata 'fugenzo' ('der weiße Elefant') wurde im Garten des Museum Schloss Schönebeck am Totensonntag 2011 - als Spende für die Tsunami-Opfer vom 11.03.2011 in Japan - gepflanzt und die Vangastele von mir mit den japanischen Schriftzeichen im Rahmen der Ausstellung "Steinkunst für den Garten" 2014 als Gedenkstein angefertigt.